
| Bislang ist der ATSV der einzige Verein des Saarlandes, der Behindertenfechten anbietet. Eine erweiterte technische Ausrüstung war dazu nötig. Der saarländische Fechterbund hat uns dabei unter die Arme gegriffen und zwei Rollstuhlgestelle angeschafft. Neueste Anschaffung der Abteilung sind zwei Degenschürzen, die verhindern sollen, dass Treffer auf dem Rollstuhl, bzw. auf den Beinen als gültig angezeigt werden. Markus Lautenberg überließ uns einen Rollstuhl. So ist es für alle Fechter möglich, mit Markus turniermäßig zu trainieren. Das ist für alle die mit Markus fechten, eine große Bereicherung, denn "man kann dem Gegner nicht davon laufen", sprich, die Mensur, der Abstand zwischen den Fechtern bleibt gleich. Markus ist im Saarland zur Zeit leider der einzige Rollstuhlfechter. Dennoch scheute er keine Mühen, Kontakte aufzubauen. 1998 richtete der ATSV eine offene Meisterschaft für Behinderte aus. Dazu musste die passende, auf die Bedürfnisse der Teilnehmer ausgerichtete Halle gefunden werden. |
![]() |

![]() |
Die Joachim Deckarmhalle bot alles, was gebraucht wurde. Die Gäste waren hoch zufrieden, denn nicht an allen Turnierstätten sind Halle, Servicestand und Toiletten auf einer Ebene, ganz zu schweigen von Parkmöglichkeiten. Dieses gelungene Turnier machte Mut und so wurde die Idee geboren, die deutschen Meisterschaften der Rollstuhlfechter ins Land zu holen. Die Freizeitmesse in Saarbrücken bot den passenden Rahmen und ein Höchstmaß an Öffentlichkeit. | 1998 |

| Markus Lautenberg trainiert seit 1996 in unserem Verein. Ehemals Tischtennisspieler und Basketballer, erfuhr er bei der Rollstuhl-Sport-Gemeinschaft des Saarlandes von der Möglichkeit, im Rollstuhl fechten zu lernen und er lernte schnell und gründlich. 1997 wurde er 7. bei den Europameisterschaften in Paris, 1998 bei der Weltmeisterschaft in Euskirchen steigerte er sich auf den 4. Platz. &xnbsp; | ![]() |

![]() |
Mit der deutschen Mannschaft reiste Markus schon im Juli `99 nach Warschau zur Europameisterschaft und kam mit seinen Mannschaftskollegen auf Platz 3. In der Einzelwertung startete er in der Behindertenklasse B und wurde 10. im Herrendegen und 11. im Herrenflorett. Als deutscher Vizemeister in 2000 reiste er bereits im Dezember 2001 zur Europameisterschaft nach Madrid und kam mit Gold im Florett und Silber im Degen, sowie Silber im Mannschaftskampf zurück. Im April des Folgejahres dann fuhr er nach Budapest zur Weltmeisterschaft und errang in beiden Disziplinen die Broncemedaille. Sein nächstes Ziel ist die Weltmeisterschaft in Turin 2006. | 2006 |
